One Earth – One Ocean e.V. kooperiert mit der Schwarz Gruppe – Gemeinsames Flussreinigungsprojekt auf Java/Indonesien

Müllsammelprojekt in der Millionenstadt Bekasi über einen Zeitraum von drei Jahren:

München-Garching/Neckarsulm/Jakarta, 13. November 2019 – Die Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) startet gemeinsam mit der Schwarz Gruppe (Lidl, Kaufland) sowie der PT Wasteforchange Alam Indonesia (W4C), einem lokalen Spezialisten für Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Java/Indonesien, im Frühjahr 2020 ein gemeinsames Flussreinigungsprojekt in der indonesischen Millionenstadt Bekasi östlich von Jakarta. Mit der Schwarz Gruppe, einem international führendem deutschen Konzern in den Bereichen Handel, Produktion und Recycling mit weltweit ca. 430.000 Mitarbeitern und über 12.100 Filialen und Fachmärkten in 30 Ländern, konnte OEOO einen starken Partner gewinnen, der sich seiner Verantwortung für die Umwelt bewusst ist und diese in seiner internationalen Plastikstrategie REset Plastic aktiv wahrnimmt, auch durch Beseitigung von Plastikmüll aus der Umwelt. Das gemeinsame Projekt ist vorerst auf drei Jahre angelegt. Die Projektleitung liegt bei OEOO.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Schwarz Gruppe einen starken Partner gewinnen konnten, um nach unserem Projekt in Battambang/Kambodscha nun im Frühjahr 2020 ein weiteres Müllsammel- und Flussreinigungsprojekt in Asien starten zu können“, erklärt Günther Bonin, Gründer und Vorsitzender der Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. „Neben der Finanzierung des Gesamtprojekts, zu dem auch die entsprechenden SeeHamster Sammel-Katamarane sowie weitere Ausrüstungen, Schulungen der Projektbeteiligten sowie das Recycling der eingesammelten Kunststoffe gehören, bringt die Schwarz Gruppe auch ihre Expertise zum Thema Recycling ein. Unterstützt wird das Vorhaben auch durch die lokale Regierung in Bekasi.“

„Für eine fundierte Plastikstrategie ist es wichtig, den ganzheitlichen Ansatz im Blick zu haben. Daher haben wir bei REset Plastic, der Plastikstrategie der Schwarz Gruppe, fünf Handlungsfelder definiert: Vermeidung, Design, Recycling, Beseitigung sowie Innovation und Aufklärung“ sagt Anja Köllner, Gesamtprojektleiterin von REset Plastic. „Mit dem Handlungsfeld Beseitigung wollen wir dazu beitragen, dass der Eintrag von Plastikmüll in die Umwelt verhindert sowie Plastikmüll aus der Umwelt beseitigt und fachgerecht recycelt wird. Durch unsere Kooperation mit OEOO unterstützen wir die Beseitigung von Plastik in einem der am meisten betroffenen Länder.“

Mit Hilfe von SeeHamstern, speziellen von OEOO konzipierten Müllsammel-Katamaranen für Binnengewässer und Flüsse, sollen die stark mit (Plastik-)Müll verunreinigten Flüsse rund um die Millionenmetropole Bekasi abschnittsweise gereinigt werden. „Wir freuen uns, gemeinsam mit der Schwarz Gruppe und W4C unser erstes Projekt in Indonesien zu verwirklichen. Gemeinsam ist es unser Ziel, den Müll einzusammeln, bevor er ins Meer gelangen kann.“ sagt Dr. Harald Frank, Projektleiter von OEOO über die geplante Kooperation. „Um Emissionen zu vermeiden, setzen wir bei diesem Reinigungsprojekt erstmals SeeHamster ein, die mit einem E-Antrieb ausgerüstet sind, der über Photovoltaik geladen werden kann.“

 

Es gibt viel zu tun…

Die Industriemetropole Bekasi, knapp 40 Kilometer südöstlich von Jakartas Zentrum, hat ca. 2,9 Mio. Einwohner (2018) und liegt in einer der Gegenden mit der höchsten Umweltverschmutzung Indonesiens. Mit der Bantar Gebang befindet sich die größte Müllhalde Indonesiens, auf die seit Anfang der neunziger Jahre der Großteil des Abfalls aus Jakarta gebracht wird, in der Gegend. Ebenfalls in der Umgebung fließt der Citarum, der angeblich „weltweit schmutzigste Fluss“, der vor allem durch Chemikalien aus Textilfabriken, aber auch durch Hausmüll und andere Abfälle verunreinigt wird. „Da es weder ein geregeltes Abfallsystem noch fließend Wasser gibt, wurde der Fluss für die Anwohner nicht nur zur Wasserquelle, sondern zur Müllhalde. (…) 2016 schlossen sich Greenpeace und weitere Umweltgruppen zusammen und reichten Sammelklage gegen das indonesische Umweltministerium ein. (…) 2018 versprach der indonesische Staatspräsident Joko Widodo, dass der Citarum innerhalb der kommenden sieben Jahre wieder in seinem ursprünglichen, gesunden Zustand zurückversetzt wird. 2025 soll das Wasser sogar wieder trinkbar sein. Dennoch werden die Anwohner bis heute lediglich mit einfachen Schildern darauf hingewiesen, dass sie keine Haushaltsabfälle im Citarum entsorgen dürfen – und nur wenige halten sich an das Verbot. Daran wird sich auch nichts ändern, bis die Behörden eine richtige Müllabfuhr einrichten.“ (Quelle: https://www.vice.com/de/article/vb98b8/ich-habe-acht-jahre-lang-den-schmutzigsten-fluss-der-welt-fotografiert). Aber auch der Cikeas River in Benkasi ist extrem mit Müll und Chemikalien verschmutzt.

 

Maritime Müllabfuhr

Dass Plastikmüll in den Gewässern weltweit eines der gravierendsten Umweltprobleme  unserer Weltgesellschaft ist, muss nicht mehr betont werden. Über 140 Mio. Tonnen Plastikmüll befinden sich nach Schätzungen bereits in den Meeren weltweit, jedes Jahr kommen mindestens 10-15 Mio. Tonnen dazu. Prognosen gehen bis 2025 von einer Verdoppelung der maritimen Müllmengen aus. Die globalen jährlichen Schäden durch Plastikmüll in Gewässern werden von der UN mit 13 Mrd. USD angegeben. Langzeitauswirkungen und Folgeschäden für Menschen, Tiere und Ökosysteme, insbesondere durch Mikroplastik in der Nahrungskette, sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Die gemeinnützige Organisation One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) mit Sitz in München-Garching und Kiel hat deshalb bereits seit 2011 ihr Konzept der „Maritimen Müllabfuhr“ zur Sammlung von Plastikmüll aus Binnengewässern und Meeren entwickelt. Das Konzept der „Maritimen Müllabfuhr“ sieht eine Flotte aus speziellen Arbeitsschiffen mit  fördertechnischer Ausrüstung zum Aufsammeln des Plastikmülls in Flüssen, Flussmündungen und küstennahen Meeresregionen vor. Die kleinste Einheit der „Maritimen Müllabfuhr“ sind sogenannte SeeHamster, kleine Katamarane mit etwa vier Metern Länge und zwei Metern Breite und einer herunterklappbaren Metallrampe, mit der Plastikmüll aus Flüssen und Binnengewässern gesammelt wird. Inzwischen geht bereits die fünfte verbesserte Generation der SeeHamster-Schiffe in Betrieb, sie sind bisher in Deutschland und Kambodscha im Einsatz und werden nun auch beim Projekt in Indonesien zum Einsatz kommen.

 

One Earth – One Ocean e. V.(OEOO)

Die Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V.(OEOO) mit Sitz in München-Garching und Kiel hat das Ziel, Gewässer vom Plastikmüll, aber auch von Öl und anderen Schadstoffen zu befreien. Bereits heute hat die Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll besorgniserregende Ausmaße erreicht. Wenn wir nicht gegensteuern, wird 2050 nach einer Studie der UN das Gewicht des Plastikmülls jenes der Fische übertreffen.

OEOO arbeitet deshalb bereits seit 2011 an der Umsetzung und Erprobung seines Pilotkonzepts einer „Maritimen Müllabfuhr“. Gründer von OEOO ist Günther Bonin, ehemals Inhaber einer erfolgreichen IT-Firma und seit Jugendtagen passionierter Segler. Sein Konzept gliedert sich in mehrere Stufen: In einem ersten Schritt wird der Plastikmüll mit speziellen Sammelschiffen auf Gewässern eingesammelt. Die Sortierung und Verballung des Mülls erfolgt an Bord eines umgerüsteten Mehrzweckfrachters, das Recycling bei Entsorgern an Land. Recycelbare Kunststoffe werden zu sortenreinen Kunststoffballen gepresst. Daneben soll Plastikmüll in Zukunft auch zu Energie und Öl verwandelt werden.

Was anfangs wie eine Utopie eines Idealisten klang, nimmt heute konkrete Formen an. Sammelschiffe unterschiedlicher Größe sind heute in der Ostsee, Hong Kong und Kambodscha im Einsatz. Im Frühjahr 2019 wurde eine Machbarkeitsstudie für das SeeElefant-Pilotsystem vorgestellt, bis 2021 soll die Realisierung erfolgen. Namhafte Unternehmen und auch Privatpersonen, darunter die Röchling Stiftung GmbH, die Deutsche Telekom AG und die Daimler AG unterstützen OEOO in unterschiedlicher Weise.

2013 wurde OEOO für das Konzept der Maritimen Müllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2016 folgte erstmals die Nominierung für den Bundespreis ecodesign, der höchsten Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland. 2018 wurde der Verein für den Ocean Tribute Award von Fürst Albert II. von Monaco nominiert, der die innovativsten und nachhaltigsten Ideen zum Thema Meeresschutz auszeichnet. Und 2019 erhielt Günther Bonin den Special Prize des Gruner & Jahr Spa Awards.

One Earth – One Ocean e. V.

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Die Unternehmensgruppe Schwarz

Die Schwarz Gruppe ist ein international führendes Handelsunternehmen mit weltweit rund 430.000 Mitarbeitern, über 12.100 Filialen und Fachmärkten in 30 Ländern. Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 104,3 Milliarden Euro. Die im baden-württembergischen Neckarsulm beheimatete Schwarz Gruppe setzt sich im Kern aus den beiden Handelssparten Lidl und Kaufland zusammen.

Über das Handelsgeschäft hinaus hat die Schwarz Gruppe ihr Portfolio kontinuierlich um Produktionskapazitäten für Lebensmittel erweitert. Hierzu gehören u. a. die MEG Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke und Eigenmarken im Backwaren- und Speiseeisbereich.

Seit vielen Jahren engagiert sich die Schwarz Gruppe in der Sammlung, Sortierung und Wiederverwertung von Wertstoffen. Die Vertriebsmarke PreZero ist der gruppenweite Entsorgungs- und Recyclingdienstleister hierfür.

Pressekontakt

Henning Stegmayer

Leiter Unternehmenskommunikation

+49 (0) 7132 30 78 75 45

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