Studie zum Kommunikationsverhalten von Startups der Green Economy

Ergebnisse der Online-Befragung zur Bedeutung professioneller Produkt-und Unternehmenskommunikation für Startups der Green Economy im Frühjahr 2020 unter deutschen Gründern grüner Startups.

Kommunikation in Zeiten von Greta

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Ergebnisse 2020

  • Rund 21% aller Startups können laut Green Startup Monitor 2020 des Borderstep Instituts als grün eingestuft werden, weil sie mit ihren Produkten, Technologien und/oder Dienstleistungen einen Beitrag zu den ökologischen Zielen einer Green Economy leisten. Nach aktuellen Berechnungen entspricht das rund 6.100 grünen Startups in Deutschland. Damit sind grüne Start-ups nach dem Sektor Handel das größte Gründungsfeld in Deutschland (vgl. Borderstep Gründungsmonitor).
  • Professionelle Produkt-und Unternehmenskommunikation hat bei Startups der Green Economy an Bedeutung eingebüßt – waren es 2017 noch 75%, für die sie einen hohen Stellenwert genoss, so sind es jetzt nur noch 66%. Fast ein Zehntel (9%) der Befragten gaben sogar an, Kommunikation habe für ihr Unternehmen allgemein nur einen geringen Stellenwert (2017: 4%).
  • Nur noch etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52%) sind der Meinung, dass sich Startups bereits bei der Erstellung des eigenen Businessplans, also noch vor der Gründung, mit dem Thema professionelle, d.h. strategische Kommunikation beschäftigen sollten. 2017 lag der Wert noch bei 66%. Für 12% ist Kommunikation eher ein Thema, mit dem man sich später bzw. bei Bedarf beschäftigen sollte (2017: 9%).
  • Gründer aus der Green Economy kümmern sich weiterhin größtenteils selbst um die Kommunikation. War 2017 noch bei zwei Dritteln der Gründer bzw die Gründerin selbst für die Kommunikation verantwortlich, sind es inzwischen 70%.
  • Hohe Affinität zu digitalen Kommunikationskanälen: 98% der Befragten nennen den eigenen Webauftritt als bedeutendstes Instrument, 93% nutzen Social Media-Plattformen.
  • Pressearbeit kann sich als klassisches Tool gegenüber den digitalen Formaten gut behaupten, 85% haben sie schon mal genutzt, das ist Platz 3. 74% bewerten Pressearbeit als bedeutend, selbst wenn się sie selbst noch gar nicht eingesetzt haben. Aber: Der Anteil derer, für die Pressearbeit keine Rolle spielt, ist von 9% 2017 auf aktuell 15% gestiegen.
  • 51% betreiben aktuell einen eigenen Blog, was einen Anstieg um 20 Prozentpunkte zu 2017 bedeutet. Nimmt man die 21% der Befragten dazu, die einen eigenen Blog kurzfristig einzusetzen planen, ist das ein klarer Trend
  • Grüne Startups heben sich in Ihrer Kommunikation weniger in der Auswahl der Instrumente als vor allem inhaltlich von anderen Gründern ab: 72 Prozent der Befragten sprechen explizit ökologische Aspekte wie Umweltschutz / Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Klimaverträglichkeit an und verknüpfen diese mit ihrem Angebot als Lösungsanbieter (2017: 68%).
  • Je erklärungsbedürftiger eine Geschäftsidee ist, umso eher scheinen Startups bereit zu sein, in ihre professionelle Kommunikation zu investieren.
  • Die größten Hindernisse für ihre professionelle Kommunikation sind für grüne Startups mit Abstand die Aspekte „Mangelnde finanzielle Ressourcen“ (72%) und/oder der „hohe interne Zeitaufwand“ (60%).
  • Ein Drittel der Startups nutzen externe Kommunikationsdienstleister, 12% haben dies mittelfristig vor. 55% der Startups machen ihre Kommunikation bisher inhouse (2017: 63%)
  • Externe Kommunikationsdienstleister werden dort beschäftigt, wo das interne Know-how fehlt, d.h. beim Webauftritt (51%, 2017: 33%)), für SEO- und Suchmaschinenmarketing (32%, 2017: 8%) und für Messeauftritte (32%, 2017: 6%).
  • Bereits auf Rang 4 steht aber mit 28% (2017: 6%) die Unterstützung bei der Umsetzung der Public Relations bzw Pressearbeit.
  • Die Datenerhebung per Online-Fragebogen fand anonym und größtenteils noch im Vorfeld der Corona-Krise statt, die entscheidende Auswirkungen auf das zukünftige Kommunikationsverhalten und die zur Verfügung stehenden Budgets haben dürfte.

Wie kommunizieren Startups der Green Economy?

Vergleichende Studie zum Kommunikationsverhalten von grünen Unternehmensgründern,  2017 – 2020

Die Green Economy ist einer der wichtigsten Gründungsbereiche in Deutschland und von entscheidender Bedeutung für die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Rund 21 Prozent aller Startups können laut der Studie Green Startup Monitor 2020 des Borderstep Instituts inzwischen als grün eingestuft werden, weil sie mit ihren Produkten, Technologien und/oder Dienstleistungen einen wichtigen Beitrag als Innovationstreiber zu den ökologischen Zielen einer Green Economy leisten. Doch welche Rolle spielt professionelle Kommunikation in einer so jungen Branche wie der Green Economy?

Wie kommuniziert die Gründerszene der Green Economy? Was macht sie anders, wo liegen die Hindernisse und wo finden sich neue Ansätze? Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung in der Kommunikation?

Nach einer ersten Studie zum Thema im Sommer 2017 haben wir im Frühjahr 2020 erneut ca. 400 Unternehmen der grünen Gründerszene per Onlinefragebogen befragt, um zu sehen, ob und ggf. wie sich das Kommunikationsverhalten verändert hat und welche Trends abzulesen sind.

Professionelle im Sinne von strategischer Produkt-und Unternehmenskommunikation hat bei Startups der Green Economy in den letzten drei Jahren an Bedeutung eingebüßt. Waren es 2017 noch 75%, die ihr eine hohe Priorität attestierten, so sind es jetzt nur noch 66%. Fast ein Zehntel (9%) der befragten Startups gaben sogar an, Kommunikation habe für ihr Unternehmen allgemein nur einen geringen Stellenwert (2017: 4%).

 

Nur noch etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52%) sehen in der professionellen Kommunikation ein Thema, mit dem man sich bereits bei der Erstellung des eigenen Businessplans, also vor der Gründung, auseinandersetzen sollte. 2017 lag dieser Wert noch bei 66%. Für 12% ist Kommunikation eher ein Thema, mit dem man sich erst bei Bedarf beschäftigen sollte (2017: 9%). Das klingt nicht nach einer strategischen Herangehensweise.

 

Hohe Affinität zu digitalen Kommunikationskanälen: 98% der Befragten nennen den eigenen Webauftritt als bedeutendstes Instrument, 93% nutzen Social Media-Plattformen. Trotz steigender Dominanz der digitalen Plattformen für die Kommunikation grüner Startups in den letzten drei Jahren kann sich die klassische Pressearbeit weiterhin als ein zentrales Instrument beweisen. 85% der Befragten haben sie schon in unterschiedlicher Häufigkeit eingesetzt (2017: 90%).

Grüne Startups heben sich in Ihrer Kommunikation weniger in der Auswahl der Instrumente als vor allem inhaltlich von anderen Gründern ab: 72 Prozent der Befragten sprechen explizit ökologische Aspekte wie Umweltschutz / Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Klimaverträglichkeit an und verknüpfen diese mit ihrem Angebot als Lösungsanbieter (2017: 68%).

Ein Drittel der Startups nutzt externe Kommunikationsdienstleister, 12% haben dies mittelfristig vor. 55% der Startups machen ihre Kommunikation bisher inhouse (2017: 63%). Das deutet auf eine Professionalisierung und steigende Nachfrage nach Unterstützung durch externe Dienstleister hin.

Externe Kommunikationsdienstleister werden hauptsächlich in den Bereichen eingesetzt, in denen eigenes Know-how oder technische Gegebenheiten fehlen. Die meisten Startups nehmen externe Hilfe in Anspruch bei der Erstellung des eigenen Webauftritts (51%, 2017: 33%) sowie im Umfeld von SEO- und Suchmaschinenmarketing (32%, 2017: 8%).

Bereits auf Rang 4 mit 28% (2017: 6%) steht die Unterstützung bei der Umsetzung der Public Relations bzw Pressearbeit. Dies ist ein kräftiger Anstieg um fast das Fünffache im Vergleich zu 2017.

 

Hier erfahren Sie mehr über die Ergebnisse der Studie 2020

Download der Studie- Wie kommunizieren grüne Startups 2020?

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